Jedes Jahr fand die BVE Ende Februar statt. Für mich stand im Kalender die Berlinale am Anfang Februar und dann die BVE am Ende des selbigen Monats.

Die BVE ist Grossbritanniens grösste Medien-, Produktions- und Medientechnologieausstellung

Beautiful sunset Excel locationFalls Sie noch nicht davon gehört haben: Die BVE ist Grossbritanniens grösste Medien-, Produktions- und Medientechnologieausstellung. Es ist nicht so gross wie die Cebit oder die Funkausstellung oder die NAB in Las Vegas, aber für den hiesigen Sektor gross genug, um interessant zu sein. 

Wenn man bedenkt, dass London in Europa der grösste Medienproduktionsstandort ist, dass wahrscheinlich in keiner europäischen Stadt so viele Film- und Medienschaffende arbeiten, sollte man eigentlich sogar eine grössere Ausstellung erwarten.

Aber die BVE ist auch nicht die einzige Veranstaltung und Ausstellung für den Sektor in London.

In 2020 die BVE im Juni stattfinden wird

In den beiden letzten Jahren gab es zwei Ereignisse, die sich als elementar für die Zukunft der BVE erweisen sollten. Im Juni 2016 fiel das Brexit Referendum aus, wie es ausfiel und im Februar 2018 gab es richtig Schnee in London. Es war so viel Schnee, dass am dritten Tag der Ausstellung die Halle wie leergefegt war. Potentielle Teilnehmer wurden per Text informiert, dass die Ausstellung trotz allem geöffnet hat.

Dieses Jahr fand die BVE wie gehabt im February statt und es war warmes frühlingshaftes Wetter, aber kaum waren die Tore geschlossen, gab es die Ankündigung, das in 2020 die BVE im Juni stattfinden wird.

Natürlich hat die Entscheidung nichts mit dem Wetter zu tun. Auch Brexit wird nicht zitiert. Der Hauptgrund ist eher, dass man sich nach der NAB plazieren möchte, um die letzten Neuheiten zu zeigen. Das Ziel ist es, zu Europas führenden Expo dieses Sektors aufzusteigen.

Vielleicht möchte man auch der ähnlich ausgerichteten Mediaproductionshow, die immer in West London im Juni stattfindet, Konkurrenz machen. In jedem Fall klingt das ein bisschen trotzig in Zeiten von Brexit.

Aber am Ende wird London der grösste Medienstandort Europas bleiben, auch weil eventuell mit einem niedrigeren Pfund die Produktionskosten im internationalen Vergleich sinken werden. Handelsbarrieren für Medienprodukte sind eher von zweitrangiger Bedetung. Was zählt, sind Talente und Expertise vor Ort. Wohl in keinem europäischen Land wird die Medienproduktion schon in der Schule gefördert. Es ist daher nicht ganz ausgeschlossen, dass Sie in ein paar Jahren über die BVE auch in Ihrer lokalen Presse lesen werden. Und die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie war auch schon mit einem Stand und einer Präsentation vertreten.